Interner Bereich  

Nur für Vorstandschaft und Ausbilder verfügbar!

   

Sicherer Transport

 Koffer: Jedes Akkordeon wird mit einem stabilen Koffer ausgeliefert. Dies hat seinen Grund, denn er ist immer noch das sicherste Transportbehältnis. Er hält Fremdkörper vom Instrument ab, schützt gut vor Dreck und relativ gut vor Spritzwasser, wie Regen. Allerdings ist er nicht Wasserdicht!
Flightcase: Wird ein erhöhter Schutz benötigt, etwa bei Flugreisen, ist das so genannte “Flightcase” am besten. Dieser spezielle Koffer hat verstärkte Scharniere, Ecken und Zuhalteschlösser. Das Gehäuseholz ist aus mehrfach verleimten Holz und die Polsterung relativ dick, so dass selbst ein Sturz vom Förderband oder -wagen ihm wenig ausmacht bzw. dem Instrument nichts passiert, außer der Erschütterung natürlich. Diese Koffer sind allerdings relativ teuer und werden für jedes Instrument individuell gebaut. Man sollte aber das Kosten-/Nutzenverhältnis sehen bevor man eine solche Investition scheut. Für ein Konzertinstrument im Kaliber ab 15.000,-- € aufwärts ist eine Ausgabe von ca. 800-1.000.--€ für solch ein Flightcase eigentlich “Penuts”.
Zur Not kann man den normalen Koffer mit locker in mehrere Mülltüten verpackte Styroporchips füllen, bzw. um das Instrument auspolstern. Des weiteren sollten zusätzlich Kofferbänder den Koffer sichern, wenn einmal bei einem Stoß die Schlösser aufgehen. Diese sind nämlich für solche Belastungen überhaupt nicht ausgelegt.
Rucksack: Eigentlich spricht nichts gegen den Transport eines Akkordeons im Rucksack oder neudeutsch ausgedrückt “Gig-Bag”. Wird z. B. das Akkordeon im eigenen PKW (Rücksitz oder Kofferraum ohne herumfliegende Teile) gefahren, so leistet ein Rucksack praktische Dienste. Das Instrument lässt sich über weite Strecken relativ gut tragen. Bei Orchesterfahrten wird das Instrument im Gepäckraum des Busses gelagert. Hier ist Vorsicht geboten, da bei einem Bremsmanöver die Instrumente übereinander fallen oder andere Gegenstände, vom Schlagwerk z.B., auf oder gegen das Instrument fallen können. In diesem Fall immer mit Koffer. Ganz praktische wäre der Transport vom Instrument im Gig-Bag und Koffer, was voraussetzt, das der Koffer genug Platz hat. Wenn nicht könnte auch das Akkordeon im Koffer und die Klamotten im Gig-Bag transportiert werden.
Zum Thema Gig-Bag noch ein Tipp:  Hier auch nicht am falschen Ende sparen. Hände weg von Gig-Bags mit Metallgusshaken oder -ösen. Diese können ohne Vorwarnung brechen, meist im “Idealfall” so, dass das Instrument mit samt dem Rucksack auf dem Boden aufschlägt. Das Gehäuse reißt und dieser Schaden ist ohne größeren Aufwand und Kosten nicht reparabel. Der vermeintlich günstige Gig-Bag war dann sehr teuer. Hier kommt es wirklich nicht auf 30-50.--€ an! Am Besten sind vollkommen vernäht Rucksäcke. Wenn sich einmal eine Näht auflösen sollt, passiert dies nicht schlagartig sondern nach und nach, und man hat Zeit zu reagieren.


Erschütterungen vermeiden

 Erschütterungen sind leider nie ganz zu vermeiden (siehe Transport). Doch sollte man sie so klein und gering halten wie möglich. Unser Instrument ist nämlich ein kleines mechanisches Wunderwerk, welches bockt und klemmt wenn es zu hart rangenommen wird. Bei größeren Instrumenten sind die Stimmstöcke im Instrument relativ schwer und können sich lösen. Die meist filigrane Bassmechanik, welche bei manchen Instrumenten aus über 400 Einzelteilen besteht, kann auch in Mitleidenschaft gezogen werden. Vor allem Vorsicht bei Kinnregistern. Diese oder auch Registermechanik können sehr empfindlich auf solche Grobheiten reagieren. Also aufgepasst! Koffer oder Instrument nie zu hart oder schnell auf den Boden stellen. Gegebenenfalls den Koffer zusätzlich polstern (siehe Transport).


Temperaturschwankungen

Da unser Akkordeon aus sehr vielen Einzelteilen und vielen unterschiedlichen Materialien (z.T. Naturstoffen wie Leder, Filz, Papier, Wachs und vor allem Holz) besteht, ist das Thema Temperatur sehr wichtig. Metalle können auch durch Temperaturschwankungen geschädigt werden. Jeder Brillenträger kennt das Phänomen der angelaufenen Brille wenn er im Winter einen beheizten Raum betritt. Auf der kalten Brille schlägt sich das in der beheizten Luft gebundene Wasser nieder. Mit unserem Akkordeon passiert dasselbe wenn wir nicht geduldig sind oder sein können. Nehmen wir ein Instrument, das längere Zeit im kalten Kofferraum gelegen hat heraus und legen in unserem beheizten Proberaum los wird die warme Luft in unser Instrument gezogen vorbei an den mit Leder bezogen Klappenbelägen, durch den Holzstimmstock, vorbei an den metallenen Stimmzungen und Lederventilen in den aus Pappe bestehenden Balg. Alles wird feucht. Können wir unser Instrument sich nicht akklimatisieren lassen, was heißen soll, dass es sich langsam an das Raumklima anpassen kann (braucht mehrere Stunden), so müssen wir folgendes tun: Instrument erst eine gewisse Zeit im Raum verweilen lassen, ca. 30 Minuten. Danach soviel Tasten und Knöpfe wie möglich drücken und durch mehrmaliges Auf- und Zudrücken des Balges die warme Luft ins Instrument ziehen und wieder herausblasen. Wenn dies lange genug geschieht, trocknet die warme Luft die niedergeschlagene Feuchtigkeit an den zuvor erwähnten Bauteilen. Was ein Aufwand werden Sie sagen. Das bisschen Feuchtigkeit macht doch nichts. Nun wenn über längere Zeit, ich spreche von Monaten und Jahren, das Instrument in regelmäßigen Abständen feucht wird rosten die Stimmzungen, die Lederventile und die Klappenbeläge, welche auch aus Leder bestehen, werden hart und dichten nicht mehr richtig ab und verursachen Geräusche.
Wärme: Genauso schlimm wie starke Temperaturwechsel ist Wärme. Ein Auto in der Sonne abgestellt erwärmt sich locker auf 70 Grad Celsius und mehr. Das Wachs, mit denen unsere Stimmplatten am Stimmstock befestigt sind wird zwar mit 180 Grad aufgetragen, wird aber bei 80 Grad schon weich und schwerere Stimmplatten lockern/ verschieben sich dann beim Handling oder fallen ganz ab. Resultat, üble und sehr teurer Reparatur, da die Stimmplatten gereinigt, neu ventiliert und evtl. nachgestimmt werden müssen.
Kälte: Weniger kritisch ist Kälte. Doch Vorsicht, hier sind auch Grenzen gesetzt. Nicht alle im Instrument verwendeten Kleber oder Materialien sind auf Dauer Frostbeständig. Dazu kommt noch der Temperaturwechsel (siehe Oben). Bei Minusgraden Akkordeon spielen (Weihnachtsmarkt usw.) ist möglich, jedoch nicht empfehlenswert. Rasselgeräusche beim Spielen können die Folge sein.


Luftfeuchtigkeit

Dieses Thema haben wir eigentlich schon bei Temperaturschwankungen abgehackt. Es sein nochmals erwähnt, dass Pappe (Balgmaterial) und Feuchtigkeit sich nicht gut vertragen. Nicht alle Holzteile an einem Akkordeon sind lackiert. Holz quillt und verzieht sich unter Feuchtigkeitseinfluss. Metall oxidieren (rosten). Also keine Konzert über längeren Zeitraum in subtropischen Ländern oder Klimaverhältnisse!


Staub

Jetzt übertreibt er aber werden Sie denken. Jeder Sänger wird ihnen bestätigen dass er bei staubiger, trockener und verqualmter (sprich schmutziger) Luft Schwierigkeiten hat zu singen. Das Akkordeon atmet wie ein Sänger. Die ganze Umgebungsluft mit all ihrem Schmutz (Staub, Nikotin, Pollen, feine Tierhaare) wird ständig ins Instrument gezogen und wieder heraus geblasen. Ablagerungen in den vielen Ecken und Winkeln im Innern unseres Instrumentes sind die Folge. Dieser Dreck, der sich über Jahre hinweg auf der Stimmzunge ablagert bringt diese zum “Verstimmen”. Ich habe schon ganze “Wollmäuse” aus Instrumenten heraus geholt. Staub und kleine Tierhaare bringen unsere Stimmzunge auch total zum Stillstand, wenn dieser Dreck im Stimmzungenspalt stecken bleibt (meist in hohen Tonlagen - da Stimmzunge klein und durch die senkrechte Spielweise der Dreck sich unten sammelt). Meist dann, wenn man es nicht brauchen kann, bei Generalproben zu Konzert oder direkt bei Auftritt. Doch nicht so abwegig, oder?


Aufbewahrung

Aufstellung: Oftmals wird empfohlen das Akkordeon grundsätzlich in dem gelieferten Koffer aufzubewahren. Es stellt sich die Frage ob es für ein Instrument, das fast täglich gespielt wird, gut ist, wenn es ständig aus und in den Koffer gewuchtet wird. Ich denke NEIN! Wenn jemand sein Instrument oft spielt macht es Sinn dieses außerhalb des Koffers aufzustellen. Der Aufstellort sollte fest und das Gewicht des Instruments locker aushalten können, fern von Heizkörpern und direkter Sonneneinstrahlung liegen. Der Raum sollte auch Wohnklima besitzen, was heißen soll normale Luftfeuchtigkeit und Temperatur (also kein Keller- oder Speicherraum, Waschküche etc.). Eine Abdeckung z.B. eine weiche fusselfreie Decke oder Tuch hält den oben erwähnten Dreck fern.
Thema Füße: Des weiteren gilt, Instrument immer auf die dafür vorgesehenen Füße stellen. Der Mensch steht ja auch seinen eigenen Füßen. Die Unart das Instrument in senkrechter Form auf die schmale Unterseite zu stellen, hinterlässt nach einiger Zeit am Akkordeon hässliche Kratzer, die nicht mehr entfernt werden können. Außerdem kann das Instrument so leicht umfallen. Nur ganz wenige Instrumenten stehen in dieser Stellung relativ Standfest. Unsichere Stellflächen vermeiden. Stühle sind so ein beliebter Platz. Selbst bei einem solchen “kleinen Sturz” kann das Gehäuse Risse bekommen.
Bei Orchesterproben: Das Instrument so aufstellen, dass niemand im engen Proberaum mit den Füßen daran stoßen kann, das wären nicht die ersten verbogenen Bassknöpfe, die ich richten müsste. In abgedecktem Zustand Instrument mit der Tastatur zum Stuhl hin stehend abstellen.


Handhabung

Handhabung mit Koffer: Der erste Fehler wird meist schon beim Herausheben oder Hineinlegen des Instruments in den Koffer gemacht. Dabei wird meist das Akkordeon an der relativ empfindlichen Tastatur und Handriemen des Basses festgehalten. Beim Abrutschen oder Quetschgefahr der Hand an der Tastatur wird das Instrument in den Koffer fallen gelassen (siehe Erschütterungen) und bei der Gelegenheit gleich die Tasten verbogen. Das Akkordeon grundsätzlich seitlich anfassen, also an den schmalen Seiten des Akkordeon, so kann beim Abrutschen nichts verbogen werden. Die meisten Koffer haben seitlich dort Platz für die Finger und Riemen. Akkordeonriemen unterhalb des Instrumentes führen um Kratzer auf Verdeck und Tastatur zu vermeiden. Ist seitlich kein Platz und müssen die Riemen über Tastatur und Verdeck geführt werden empfiehlt sich eine fusselfreie Decke oder Tuch dazwischen zu legen.
Im Koffer: Grundsätzlich haben harte und scharfe Gegenstände, wie Notenständer oder sonstiges, im Koffer nichts verloren. Beim Transport beschädigt dieser das relativ dünne Aluminiumverdeck oder die Tasten.
Tragen des Instrumentes: Riemen nicht links und rechts über Tastatur stülpen und das Akkordeon wie eine Tasche, oder an den Riemen über die Schulter werfend wie ein Rucksack tragen. Die schmalen Lederriemchen sind die Schwachstellen eines jeden Akkordeonriemens. In neuem Zustand halten diese zwar das Gewicht des Akkordeon aus, doch Leder altert auch (wird brüchig, hart) und kann auch reißen. Dies geschieht nicht schlagartig sondern kündigt sich mit kleinen Rissen an. Deshalb, bei der Pflege des Instrument ein kontrollierender Blick auf das Riemensystem werfen. Am besten ist immer noch das Akkordeon in Spielhaltung zu tragen, mit einem um das Instrument geschlungenen Arm.
Register: Niemals versuchen zwei Register gleichzeitig drücken zu wollen. Achtung auch bei Konverterregister im Bass. Bei manchen Instrumenten ist es nicht möglich bei gedrücktem Bassknopf von Standard- auf Melodiebass umzuschalten, es können sich Teile verbiegen oder aushängen! Beim Händler, bei dem Sie das Instrument gekauft haben nachfragen.
Balgverschlüsse: Balgverschlüsse grundsätzlich im geöffneten Zustand in die dafür “Parkstellung” bringen, damit sie das Instrument mit verkratzen. Man sollte auch mit unten geöffnetem Balgverschluss spielen, wenn man den Anfangsunterricht hinter sich hat.
Scharfkantige Gegenstände: An Kleidungen gibt es manchmal scharfkantige Gegenstände die unser Akkordeon verkratzen. Also weg mit Broschen, Anstecknadeln und aufgepasst bei Gürtelschnallen und Knöpfen. Uhren am linken Arm sollten auch während des Spielens entfernt werden. Sie behindern nicht nur das Spiel sondern zerkratzen auch noch unser Instrument.

!!! Das Akkordeon-Orchester Klettgau e V. übernimmt für Schäden keine Haftung !!!

 

   

Termine  

21.10.2018
Jugendvorspiel
02.12.2018
Kirchenkonzert
07.12.2018
Weihnachtsmarkt
   

Aktuelles  

Unsere Julia hat die D2 - Prüfung des DHV erfolgreich bestanden. Dazu herzlichen Glückwunsch von uns!! 
Die Bildergalerie ist um unsere Konzertfotos vom Frühjahrskonzert 2018 reicher. Schaut mal rein, viel Spass dabei! 28. April 2018 - Frühjahrskonzert...
   
© Akkordeon-Orchester Klettgau e.V.